Geschäftsentwicklung 
2025

Generelle Geschäftsentwicklung 2025

Die SOLIDA Versicherungen AG überzeugt mit einem positiven Ergebnis im versicherungstechnischen Bereich im Geschäftsjahr 2025. Die Prämieneinnahmen reduzierten sich auf MCHF 125. Ohne den Abfluss eines grossen Vertrags wären die Prämien um rund 3.7 % gestiegen. Die versicherungstechnischen Aufwendungen sind ebenfalls leicht gesunken. Daraus resultierte eine Combined Ratio von 99.7 %. 

Die Kapitalanlagen mit einer Gesamtperformance von 4.5 % haben positiv zum Ergebnis beigetragen. Daraus resultierte ein Jahresgewinn von MCHF 15.8.
 

Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der SOLIDA ist einerseits sehr eng mit unseren Krankenversicherungspartnern (indirektes Geschäft) verbunden, andererseits erfolgt sie über einen eigenen Vertrieb im Brokerkanal (direktes Geschäft). Im vergangenen Jahr trug das direkte Geschäft rund 65 % zum gesamten Prämienvolumen bei. 

Prämienentwicklung

Die Bruttoprämien von MCHF 125.3 sanken gegenüber dem Vorjahr um MCHF 3.0 (– 2.3 %). Dies infolge des Verlustes eines Vertrags im Indirektgeschäft. Durch die Steigerung im Direktgeschäft konnte davon ein Teil kompensiert werden. Die Prämieneinnahmen teilen sich auf die drei Sparten Unfallversicherung für Tod und Invalidität (UTI), Obligatorische Unfallversicherung (UVG) und Übrige VVG-Versicherungen (Einzel-Unfall, Schüler-Unfall usw.) auf. Die Erträge aus dem versicherungstechnischen Geschäft beliefen sich auf Total MCHF 124.6.

in Mio. CHF

Entwicklung in den wesentlichen Geschäftssparten

Die SOLIDA ist für die Partner und ihre Kunden ein hochspezialisierter Nischenanbieter von ausgewählten Unfall- und Zusatzversicherungen mit Fokus auf die folgenden zwei Geschäftsbereiche:

Unfallversicherung für Tod und Invalidität (UTI): Versicherer von Todesfall- und Invaliditätskapitalleistungen als Folge eines Unfalles. In diesem Bereich sank das Prämienvolumen um 18.2 % auf MCHF 35.0 (Vorjahr MCHF 42.8). Ohne den Weggang des Vertrags eines Partners wäre die Prämie konstant geblieben.
 

Obligatorische Unfallversicherung (UVG): Kurz- und/oder Langfrist-Versicherer im Rahmen der Obligatorischen Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung.
Die Prämieneinnahmen durch unsere Krankenversicherungspartner (indirektes Geschäft) nahmen um 5.4 % auf MCHF 8.4 ab. Im UVG-Direktgeschäft konnte erneut eine beachtliche Erhöhung um 8.1 % auf MCHF 72.7 erreicht werden. Gesamthaft haben sich dank den Steigerungen im Direktgeschäft, die UVG-Prämieneinnahmen um 6.6 % auf MCHF 81.0 erhöht.

Entwicklung Schaden-/Verwaltungskosten und Rückvergütungen

Der Schadenaufwand inklusive Schadenrückstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3.4 % auf MCHF 75.2 erhöht. Die reinen Schadenzahlungen sind infolge der höheren Prämieneinnahmen im Direktgeschäft um brutto 6.8 % auf MCHF 71.2 (Vorjahr MCHF 66.6) gestiegen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen konnten brutto um MCHF 4.6 erhöht werden. Netto belief sich die Stärkung der Rückstellung auf MCHF 4.0.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6.8 % auf MCHF 15.5 (Vorjahr MCHF 14.5.).

Die Rückvergütungen an unsere Krankenversicherungs-Partner sanken auf MCHF 26.1 (Vorjahr MCHF 31.1). Dies ist ebenfalls auf den Verlust des Vertrags eines Partners zurückzuführen. Zusammen mit den Vermittlerprovisionen und Beiträgen an die Unfallverhütung (UVG) konnten aufgrund der individuellen Resultate MCHF 33.5 ausgeschüttet werden.

in Mio. CHF

Versicherungstechnisches Ergebnis

In der Erfolgsrechnung stehen Erträgen aus dem versicherungstechnischen Geschäft von MCHF 124.6 Aufwendungen von MCHF 124.3 gegenüber. Es konnte somit ein positives versicherungstechnisches Ergebnis von MCHF 0.3 bzw. eine Combined Ratio von 99.7 % erzielt werden.

Kapitalanlageergebnis

Die Finanzmärkte haben sich im Geschäftsjahr wiederum erfreulich entwickelt. Die grossen Notenbanken haben mit Zinssenkungen begonnen oder diese fortgeführt. Das globale Wirtschaftswachstum war mit 2 – 3 % moderat. Dies trotz verschärften Handelskonflikten und der Einführung von Zöllen. Ebenso hatten die verschiedenen Konfliktherde keine negativen Einflüsse. Die grösseren Aktienmärkte performten global zwischen 17 und 19 %. Durch den starken Schweizerfranken fiel die Rendite in CHF tiefer aus. Alle anderen Anlagekategorien waren 2025 positiv. Unser Portefeuille schloss das Jahr mit einer Performance von 4.5 % (Benchmark 4.2 %) ab.

Die (Brutto-)Erträge aus Kapitalanlagen haben um MCHF 6.3 zugenommen und betragen MCHF 25.3. Darin enthalten sind höhere Immobilienerträge von MCHF 6.1. Bei den festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und übrige Kapitalanlagen wurden im Berichtsjahr Gewinne von MCHF 10.6 (Vorjahr MCHF 4.8) realisiert. Die Zins- und Dividendenerträge stiegen infolge des Zinsanstieges auf MCHF 8.6 (Vorjahr MCHF 8.1).

Die Abschreibungen nach Niederst-Niederstwertprinzip beliefen sich auf MCHF 2.7 Mio. (Vorjahr MCHF 3.2). Realisierte Verluste wurden keine verbucht. Die Aufwände für Immobilien betragen MCHF 2.6. Im Total fielen im Geschäftsjahr Aufwendungen für Kapitalanlagen von MCHF 5.3 (Vorjahr MCHF 5.4) an. Insgesamt resultiert ein positives Kapitalanlageergebnis von MCHF 19.9 (Vorjahr MCHF 13.6).

Jahresgewinn/-verlust

Der Jahresgewinn nach Steuern (Steueraufwand MCHF 4.0, Vorjahr MCHF 2.6) beläuft sich auf MCHF 15.8 (Vorjahr MCHF 12.1). 

Das gute Ergebnis in der versicherungstechnischen Rechnung ist in erster Linie dank unserer Partner sowie Kundinnen und Kunden zustande gekommen. Dafür danken wir allen, die dazu beigetragen haben. Aber auch den Mitarbeitenden der SOLIDA sei an dieser Stelle für die grossen Leistungen gedankt, die sie das ganze Jahr hindurch erbracht haben. Nur so war es möglich, das Vertrauen in die SOLIDA zu erhalten und weiter zu stärken.

in Mio. CHF

Kapitalentwicklung und Solvabilität

Die Kapitalanlagen haben per 31.12.2025 einen Buchwert von MCHF 746.8 erreicht. Damit hat das Anlagevermögen um MCHF 9.6 zugenommen. Bei einer Gesamtperformance von 4.5 % hat das Finanzergebnis das Jahresergebnis positiv beeinflusst.

Der Schweizer Solvenztest (SST) erfasst die ökonomische Risikosituation einer Versicherungsunternehmung. Ziel dieses Instrumentes ist es, die Versicherten vor den Folgen einer Zahlungsunfähigkeit der Versicherungsgesellschaft zu schützen. Die Solvenzanforderung ist erfüllt, wenn das verfügbare risikotragende Kapital (RTK) grösser ist als das geforderte Zielkapital (ZK). Die finanzielle SST-Stärke wird durch den Deckungsgrad (RTK / ZK = SST-Quotient) ausgedrückt. Der im SST 2025 erzielte Deckungsgrad erreichte einen Wert von 263 % und reiht sich in die sehr guten Werte der Vorjahre ein.

in Mio. CHF in Prozent
Asset allocation

Risikomanagement und IKS

Die SOLIDA misst dem Risikomanagement grosse Bedeutung bei und hat in den vergangenen Jahren ein unternehmensweites Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem (IKS) nach den Vorschriften des Obligationenrechts und des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) etabliert und aufgebaut. Der Risikomanagement-Prozess wurde so aufgebaut, dass dieser die Unternehmensgrösse der SOLIDA berücksichtigt und zweckmässig und wirkungsvoll in die Unternehmenssteuerung integriert werden konnte. Das Risikomanagementsystem der SOLIDA unterscheidet zwischen externen, internen und finanziellen Risiken. Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintretenswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen quantifiziert und in einer Risikolandkarte festgehalten. Der Verwaltungsrat behandelte das Risikomanagement sowie die Risikolandkarte mit den entsprechenden Massnahmen zur Risikokontrolle und -minimierung an seiner Sitzung vom 21. November 2025.

Die interne Revision unterstützt den Verwaltungsrat in seiner Arbeit und erbringt unabhängige Prüfungsdienstleistungen, welche darauf ausgerichtet sind, das Risikomanagement, das interne Kontrollsystem sowie die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie koordiniert ihre Arbeit mit der externen Revisionsstelle. Das Mandat der internen Revision wurde extern an die Acons Governance & Audit AG, Zürich, vergeben.